Onlinebudgets erstmals vor Printbudgets

30 Jun
Onlinebudgets erstmals vor Printbudgets

Unternehmer investieren erstmals mehr in Onlinemarketing, als in klassische Printwerbung.

Von einem Trend kann schon lange nicht mehr die Rede sein. Ebenso wenig von einem lokalen Phänomen, dass beispielsweise nur starke onlineaffine Länder betreffen würde. So ist bereits im Jahr 2006 in Großbritannien, das erste Mal laut einer Studie mehr Geld in Online-Werbung investiert worden, als Vergleichsweise in Print. In konkreten Zahlen ausgedrückt waren dies damals schon 13,3 Prozent eines durchschnittlichen Werbeetats, die ins Internet geflossen sind.

Kaum ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 9,7%. Während mit 13,2 Prozent der Anteil an Zeitungswerbung erstmals an Substanz verlor. Das ist schon bald 10 Jahre her!

Wie sehen die Zahlen heute aus? Warum wird Online-Marketing immer bedeutender?

Aktuelle Zahlen zeichnen einen konsequenten, bisweilen dramatischen Wandel. Zum Teil wurden Prognosen sogar nach oben korrigiert. So erklärte Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia etwa: „In Deutschland wird der Werbemarkt dieses Jahr um 2,2 Prozent wachsen. Diesen Wert haben wir aufgrund des erneuten zweistelligen Online-Wachstums von 2014 nach oben korrigiert“.

Bleiben wir auf dem deutschen Markt, da dieser ein guter Vergleichsindikator für Österreich ist. Für Deutschland rechnet die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia mit Investitionen von 5,17 Milliarden Euro alleine für Online-Werbung für das Jahr 2015. Gleichzeitig fließen in Zeitungswerbung 4,74 Milliarden Euro. Auch dieser Wert sinkt beständig. Selbst Fernsehwerbung mit immerhin noch 4,4 Milliarden Euro wurde mittlerweile gnadenlos eingeholt.

Sowohl in Deutschland als auch Österreich sind Mobile- und Videocontent die stärksten Zugpferde.

Die Finanzkrise hat der Mediengattung Online offenbar kaum etwas anhaben können. Während Werbeinvestitionen in klassischen Bereichen seit Jahren stetig Einbußen hinnehmen müssen, sind zeitgleich Ausgaben für Online Marketing gestiegen und damit der Markt in diesem Bereich gewachsen.

Ach ja, übrigens sind die Online-Investitionen in Großbritannien seit dem Jahr 2014 auf einem Rekordhoch von satten 7,4 Milliarden Euro. Reine Online-Werbung wohlgemerkt. Zum Vergleich:

27,3 Milliarden Euro wurden in ganz Europa im Onlinesegment investiert.

Die Zahlen machen zwei Dinge sehr deutlich: Online-Marketing sollte in keinem Werbebudget fehlen, oder falsch priorisiert werden. Der Erfolg kommt vor allem auch durch glasklare Auswertungsmöglichkeiten. So weiß man heute mehr denn je ob die Online-Kampagne, die Website und die darin übermittelte Botschaft überhaupt bei der Zielgruppe ankommt. Diese ausgefeilten Messmethoden und das darin enthaltene Potenzial zur Optimierung während der Laufzeit können klassische Werbemedien kaum oder nur sehr ungenau bieten.

Wenn Sie Ihr Werbebudget in sicheren Händen wissen wollen und nicht länger einem undefinierbaren Bauchgefühl nachgehen wollen, beraten wir Sie gerne in allen Belangen rund um das Thema Online-Marketing.

Ein paar interessante Quellen:

http://www.absatzwirtschaft.de/ausgaben-fuer-onlinewerbung-in-grossbritannien-am-hoechsten-17626/
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/medienkonzern-print-krise-drueckt-gewinnvon-axel-springer/7356278.html
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/abkehr-von-print-aldi-sued-setztmassiv-auf-online-werbung/8017860.html
http://www.format.at/wirtschaft/oesterreich/online-marketing-oesterreich-5252489