Veranstaltung „Wer nicht digital denkt, ist raus?“

17 Mai
Veranstaltung „Wer nicht digital denkt, ist raus?“

– Vortragveranstaltung ‚Wirtschaft im Tennengau‘ am 17.05. im Ziegelstadel Hallein  

Die Veranstaltungsreihe ‚Wirtschaft im Tennengau‘ ging am 17.05. dank tatkräftiger Unterstützung des Salzburger Innovationsservices ITG mit einem hochkarätigen Referenten-Paneel in seine 3. Runde. Thema des Abends war die Bedeutung von Digitalisierung für KMU.

Referent Andrea Campitelli, CEO der Softwarefirma SpryFlash aus Hallein zeigte auf, dass die Geschwindigkeit, mit der sich Wissenschaft und Technik weiterentwickeln, seit jeher exponentiell ansteigt. Die Zeitsprünge, in denen sich Technologien revolutionieren, würden sich demnach immer stärker verkürzen, was automatisch zu einem Siegeszug der Digitalisierung in allen Lebenswelten führen würde, eine Tatsache, die KMU dringend dazu motivieren sollte, sich den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen.

Renate Lackinger von Amitha Business Consulting gab als 2. Referentin einen eindrucksvollen Einblick, welcher Voraussetzungen die Veränderung in Firmen und Organisationen hin zur digitalen Transformation bedarf und betonte – getreu dem Motto „Veränderung ist Chefsache“ – die Wichtigkeit der Implementierung einer klug gewählten Strategie durch die Unternehmensführung.

Aus München angereist war der 3. Redner des Abends, Michael Barta, Geschäftsführer der Firma Plentycards POS Merchandising, einem Fullservice Unternehmen für die Platzierung von Gutscheinkarten im Einzelhandel. Als Marktführer der Branche entschied sich das Unternehmen früh, seine Effizienz über digitale Datenerfassung und -verwertung zu maximieren und so seinen Kunden einen kostenoptimierten Service zu bieten. So konnten die Besucher der Veranstaltung an einem Best-Practice Beispiel die einzelnen Schritte eines digitalen Transformationsprozesses nachvollziehen und erkennen, welchen Effekt Digitalisierung auf Wertschöpfung und Kundenzufriedenheit haben kann.

Veit Kohnhauser, wissenschaftlicher Leiter an der Fachhochschule Salzburg im Studiengang KMU-Management & Entrepreneurship gab in seinem Vortrag einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Disziplinen der Digitalisierung und zeigte auf, wie unterschiedlich Konzerne und KMU diese Herausforderung annehmen. Besonders betonte Kohnhauser die Wichtigkeit, in Digitalisierung zu investieren, diese ganz bewusst in das eigene Geschäftsmodell zu integrieren und damit zum Motor der Wertschöpfung werden zu lassen.

Die Vorträge schlossen mit einem weiteren Praxisbeispiel, dargeboten von Helmut Haas, CEO von MAS Engeneering, einem Drei-Mann-Unternehmen aus Hallein, das es geschafft hat, sich durch digitalisierte Vernetzung nach innen und außen als Lieferant von Konzernen gegen eine vermeintlich übermächtige Konkurrenz zu behaupten. Technisch anspruchsvolle Angebote würden da auch einmal vom Strand in Asien aus erstellt und um die halbe Welt zum Kunden nach Südafrika geschickt – kein Problem, dank hervorragend gepflegter Daten aus dem eigenen ERP-System.

Der Abend endete mit eifrigem Netzwerken der Besucher – gewiss nicht zum letzten Mal, denn die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Tennengau“ plant seine erfolgreiche Fortsetzung schon im Herbst dieses Jahres.